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Dürfen wir vorstellen? Unser neues Gebäude!


Die historische Durchfahrtscheune wurde 2021 in Harpstedt bei Bremen abgebaut und vom Verein Bäuerliches Hauswesen für den Wiederaufbau in Bliedersdorf erworben.
Das relativ gut erhaltene Fachwerk ist bis auf Teilbereiche vollständig und kann unter Ergänzung einiger Hölzer wiederverwendet werden.
Das Gebäude soll, wie im Ursprung, als Satteldachkonstruktion mit Ziegeleindeckung und Ausfachungen, teils aus Lehm, teils aus Ziegel, wieder (weitestgehend authentisch) errichtet werden.

Als Nutzung ist die Einrichtung eines beheizbaren Gruppenraumes zum Aufenthalt von Gästen und Vereinsmitgliedern, auch für temporäre Ausstellungen, vorgesehen.
Die Durchfahrt erschließt den Außenbereich zwischen der Sägerei und der Scheune und dient der Ausstellung von historischem Gerät.
Zusätzlich ist ein kleiner „Brau-Raum“ geplant, in dem u.a. nach alter Rezeptur Bier gebraut werden soll. Eine entsprechende Anlage hierfür befindet sich bereits im Besitz des Vereins. Hierbei handelt es sich um eine nicht gewerbliche „Hobby-Anlage“. Das Bier soll in kleineren Mengen hergestellt und ausschließlich zu Demonstrationszwecken und für den Eigenbedarf gebraut werden (kein Verkauf).
Im Außenbereich ist die Schaffung eines Nutzgartenbereiches (z.B. für Neubürger und Familien mit kleinen Kindern) mit Spielplatz, Boule-Bahn oder ähnlichem vorgesehen.

Projektziele/Nutzung

Ziel soll sein, wie schon bei vorherigen Bauvorhaben, die Bevölkerung und auch die nachwachsende Generation in verschiedene landwirtschaftliche und handwerkliche Techniken einzuführen, um dadurch eine höhere Inwertsetzung der regionalen Landwirtschaft und historischer Handwerks- und Hausbautechniken zu erhalten. Hierzu gehören neben der eigentlichen Konstruktion auch die traditionellen Baustoffe und deren Eigenschaften.

Gleichzeitig soll historische ortstypisiche Bausubstanz vor dem Verfall und Zerstörung gerettet und zu einer ländlichen Geest-typischen Hofstelle entwickelt werden. Bereits vorhanden sind ein Backhaus (regelmäßige Backtage), ein Schafstall (Ausstellungs- und Veranstaltungsfläche), eine Durchfahrtscheune (Ausstellung bäuerlicher Geräte), eine „Kleine Dorfschmiede“ (verrichten von Schmiedearbeiten), ein niederdeutsches Hallenhaus (Veranstaltungsfläche), ein Sägewerk, eine Wagenremise, ein Waschhaus (Teehaus), ein Erdkeller sowie ein Bauerngarten.
Kinder, Jugendliche und Erwachsende sollen durch regelmäßige „Arbeitstage“ und besondere Veranstaltungen ein Gefühl für die Produktion und Herstellung von Lebensmitteln, sowie typische handwerkliche Techniken bekommen und diese selbst ausprobieren können. Ferner soll das Gesamt-Ensemble einen Eindruck der Lebens- und Arbeitsweisen im Wandel der Zeiten darstellen. Die Verbindung von Natur und wirtschaftlichen sowie sozialen Aspekten wird hierbei anschaulich vermittelt. Hierbei werden Altersgruppen vom Kindergartenkind bis zum Senioren angesprochen.

Überregionale Bedeutung

Die Einrichtung trägt bereits zum sozialen Zusammenhalt in der Gemeinde, Samtgemeinde und Region bei. Seit über zwanzig Jahren sind Vereinsmitglieder, Gäste und Bewohner an der Entwicklung und Unterhaltung des Ensembles beteiligt. Die Hofstelle stärkt die Identifikation mit dem Dorf und ist bereits touristisches Ziel von (über-) regionaler Bedeutung.

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