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Sonntag, 03. Dezember, 1. Advent: Weihnachtsmarkt um die Bliedersdorfer Feldsteinkirche von 14:00 bis ca. 18:30 Uhr. Verschiedene Brote aus dem Backofen und Suppe nach „Großmutters Art“ bietet der Verein an. weiter...

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Dem Verein "Bäuerliches Hauswesen Bliedersdorf e.V." sind neue Mitglieder jederzeit willkommen.

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Hallenhaus

Ein Niederdeutsches Hallenhaus aus Hagen-Börsten, Lkrs. Cuxhaven, wurde im Juli 1993 von Mitgliedern der Interessengemeinschaft Bauernhaus (IGB) sorgfältig auseinander genommen, und alle wieder verwendbaren Teile wurden geborgen. Es handelt sich bei dem Kleinbauernhaus um ein Niederdeutsches Hallenhaus in Zweiständerbauweise; das heißt, die Dachlast und die Erntelast auf dem Dachboden wurden von zwei parallelen Innenständerreihen getragen. Die äußeren Maße betragen 9,10 m in der Breite und 21,00 m in der Länge. Die Außenwände tragen nur den unteren abgeschleppten Teil des Strohdaches und dienen zum Raumabschluss. Alle Außenwände waren ursprünglich in Fachwerkbauweise errichtet und mit Lehm ausgefüllt bzw. später mit kleinformatigen Ziegelsteinen ausgefüllt. Das Baujahr des historischen Hauses wird auf 1635 (!) beziffert, es wurde 1747 und 1779 umgebaut bzw. erweitert. Das Kleinbauernhaus war 10 Jahre eingelagert, bevor der Verein BHB im März 2003 es erworben und in Bliedersdorf eingelagert hat. Die Mitgliederversammlung vom 09.02.2008 beschließt, das Projekt Wiederaufbau des Hallenhauses weiterhin ernsthaft zu verfolgen. Mit der Fachwerk-Restauration des Hallenhauses wurde im Oktober 2010 in der Halle der Nottensdorfer Zimmerei, Dierk Heins begonnen. Im November 2010 sowie im April, Oktober und November 2011 wurde der Verein durch Freiwillige der "Mobilen Einsatztruppe (Mob)" der Jugendbauhütte Stade unterstützt. Ab Mitte Januar bis Ende Februar 2012 wird der Verein die Restarbeiten am Hallenhaus abschließen. Wieder mit Freiwilligen der "Mob" werden wir die "Herdwand" und "Sparren" restaurieren. Vorder- und Hintergiebel, Seitenfachwerkwände und die Herdwand sind in Sektionen mit geschnitzten Holznägeln abgenagelt, sodass dann beim Wiederaufbau des Hallenhauses diese Sektionen zu einem Ganzen zusammengesteckt werden. Gemeinsam mit der "Mob" wurden auch 170 Rundhölzer zwischen 8,0 und 13,0 m Länge im Wald gefällt. Mit Zieheisen wurden von Hand die Fichten-, Lerchen- und Douglasienhölzer geschält. Die Rundhölzer werden beim Wiederaufbau auf die Sparren genagelt und darauf wird dann das Reet gebunden.

Restauration des Vordergiebels

Restauration einer Fachwerkseite

Freiwillige der "Mobilen Einsatztruppe" der Jugendbauhütte Stade. Geschälte Rundhölzer.

Aus einer Fachwerkruine Eichenstiele und -riegel ausgebaut.

Historisches Baumaterial aus Fachwerkruine in Seitenfachwerkwand verarbeitet.

Y-Ständer

Das wird ein Hallenhaus

Richtfest

Günter, unser Zimmermann (links)

Handgeschnitzte Holznägel

Aufmasszeichnungen

Holzkonstruktion und Richtkrone

Luftaufnahme der Holzkonstruktion

Offene "groot dör"

Hallenhaus im Rohbau

Mai 2014 restauriertes Hallenhaus, Vordergiebel

Mai 2014 restauriertes Hallenhaus, Seitenansicht

Gesamtansicht Hallenhaus, surrealistisches Foto

Zusammenfassender Brief-Bericht über das "Niederdeutsche Hallenhaus" von Dr. Dörfler, "Interessengemeinschaft Bauernhaus e.V. (IGB)"